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V1.3
DIESE SEITE WIRD NACH BEDARF IMMER WEITER AKTUALISIERT
(Stand 01/08)!
Inhalt:
1. Vorwort
2. Akkudaten & Informationsquellen
3. Akkutypen
4. Schaltungen
5. Bau & Stecker
6. Ladetechniken
1. Vorwort
Im RCL-Forum
tauchen oft sehr ähnliche Fragen immer wieder auf, wenn Einsteiger
versuchen sich die Grundlagen zum sicheren und richtigen Umgang mit Akkus
zu erarbeiten, dabei aber meist von der Fülle an Informationen erschlagen
werden. Aus diesem Grund sind hier alle Informationen möglichst kompakt
gesammelt und werden bei Bedarf aktualisiert. Hierbei geht es bewusst
NUR um die absoluten Grundlagen, ansonsten käme ich aus dem Schreiben
nicht mehr raus und die Anfänger wären derart erschlagen, dass
diese Hilfe ihr Ziel verfehlt, weil sie nicht gelesen wird. Trotzdem sind
Hinweise und Anmerkungen sehr erwünscht und werden bei Bedarf verarbeitet.
2. Akkudaten & Informationsquellen
Jeder Akku ist durch seine Daten bestimmt, an denen man erkennen kann,
ob er bei der zu verrichtenden Aufgabe gefoltert wird, sich langweilt
oder den Motor quält. Folgende Daten sollten beim Kauf von Akkus
beachtet werden:
- Der Akkutyp: Es gibt hauptsächlich NickelCadmium (NiCd), NickelMetallhydrid
(NiMH), Bleiakkus (Pb), Lithiumionen- (Liion) und Lithiumpolymerakkus
(Lipoly), zur Erklärung siehe Kap. 3
- Die Nennspannung einer Zelle liegt bei den Nickeltypen bei 1,2 V, bei
den Bleiakkus bei 2 V, bei Liions bei 3,6 V und bei Lipolys bei 3,7 V.
- Die Kapazität gibt an, wie viel Energie gespeichert werden kann.
Sie wird in dem Produkt aus Strom mal Zeit angegeben, also z.B. 2400 mA*h.
Solch ein Akku kann eine Stunde lang 2,4 A abgeben oder 2 Stunden lang
1,2 A, oder eine halbe Stunde 4,8 A. Danach ist der Akku leer und muss
wieder geladen werden.
- Der maximale Entladestrom ist begrenzt, er gibt in Verbindung mit der
Kapazität an, wie schnell ein Akku entladen werden darf. Dieses Kriterium
ist sehr wichtig bei der Akkuauswahl, ansonsten könnte man ja die
preiswerten Akkus aus dem Supermarkt kaufen. Diese halten aber die hohen
Ströme, die im Modellbau fließen müssen nicht aus, der
Akku wird heiß, die Spannung und der Strom brechen zusammen und
eventuell wird auch der Akku zerstört oder nach und nach beschädigt.
Ströme werden oft als Vielfaches der Kapazität in C (Das h in
der Einheit mAh entfällt) angegeben, dies ermöglicht unter anderem
eine Pauschalisierung und Vergleichsmöglichkeiten von verschiedenen
Akkus. 1 C ist die Kapazität ohne das h, also der Einstundenstrom.
Bei obigem Beispiel (Kapazität) sind noch die 0,5 C und 2 C Ströme
angegeben.
- Der maximale Ladestrom ist meist auch nicht frei wählbar und sollte
bei der Akkuwahl beachtet werden.
- Die Masse eines Akkus ist auch ein wichtiges Kriterium, was bringt
ein Akku mit einer riesigen Kapazität, wenn er aber einfach zu schwer
ist? Aus Masse und Kapazität werden auch oft Quotienten gebildet,
um die Energie pro Masse für Vergleiche zu bestimmen.
- Auch das Volumen eines Akkus ist nicht unrelevant, schließlich
sollte er in das Modell passen.
Bei der Wahl des Akkus sucht man an sich immer den leichtesten und kleinsten
Akku, der die geforderten Ströme aushält, möglichst viel
Kapazität hat und dabei noch schnell zu laden ist.
Bei der Suche nach den Daten sollte man zuerst beim Hersteller nach den
entsprechenden Datenblättern suchen. Auch die Zwischenhändler
können meist mit diesen Daten dienen. Zusätzlich werden die
neuen Akkus von Anwendern vermessen, diese Daten sind dann im RCL Forum
zu finden. Gerd Giese hat auf seiner Homepage
sehr viele Messdaten, Hilfen und Vergleiche publiziert, die einem Anfänger
helfen können.
3. Akkutypen
a) NickelCadmiumakkus (NiCd)
Diese ´Technologie ist schon etwas älter, deshalb ausgereift
und robust, aber auch schwerer bei vergleichbarer Kapazität. Sie
halten hohe Ströme aus, je nach Zelltyp bis zu 30 C und sind sehr
gut schnellladbar, so dass sie meist nach 30 Minuten wieder einsetzbar
sind. Auch eine falsche Handhabung (Tiefentladung/zu hoher Strom) wirkt
sich nicht so schädlich aus wie bei anderen Akkutypen Bei falscher
Handhabung stellt sich ein Memoryeffekt ein, die Zellen verlieren nutzbare
Kapazität. Dies wird verhindert, indem die Zellen immer konsequent
100 % voll- oder leergeladen werden, anstatt halbentladene Akkus zu laden
oder nicht vollgeladene Akkus zu entladen. Zusätzlich scheinen viele
sporadische Teilentladungen und Lagerungen im teilgeladenen Zustand diesen
Effekt zu fördern. Deshalb sollten die NiCd-Akkus vor einer Lagerung
entladen werden, bis 0,9 V/Zelle. Zum Löschen dieses Effekts muss
ein Pack mehrfach entladen und wieder formiert (s.u.) werden, dies ist
ein sehr aufwendiger Prozeß. Aufgrund der unterschiedlichen Einsätze
tritt der Memoryeffekt eher bei Sender- und Empfängerakkus (viele
Teilentladungen, sporadische Ladungen) auf als bei Antriebsakkus.
Beim Entladen liegt die Spannung zunächst kurz über der Nennspannung,
verweilt dann ewig bei dieser und erst am Ende der Kapazität bricht
die Spannung ein.
b) NickelMetallhydrid (NiMH)
Diese Zellen übertrafen die NiCd vor einigen Jahren durch ihre geringe
Masse, plötzlich war es möglich, die gleiche Energie leichter
zu "verpacken". Dies brachte bei den älteren NiMH auch
Nachteile mit sich, die Zellen konnten nur mit 1 C (eine Stunde) geladen
werden, waren nicht so hochstromfähig und brauchten Ruhepausen zwischen
den Flügen.
Die neueren NiMH können inzwischen recht hohe Ladeströme und
Entladeströme aushalten. Ein Problem stellt immer noch die hohe Selbstentladung
der Zellen dar. Viele User lagern die Zellen voll, damit sich die einzelnen
Zellen nicht komplett selbstentladen. Durch diese unterschiedliche Selbstentladung
der Zellen driften die Ladungszustände der Zellen eines Packs bei
langer Lagerung auseinander, dies sollte durch Formieren rückgängig
gemacht werden.
Zusätzlich brechen auch die neueren Akkus bei Kälte (Winter)
in der Spannung ein, hier hilft ein "Warmladen" der Zellen mit
direkt anschließendem Einsatz, um die Zellen warm zu halten.
Die Entladelkennlinie sieht ähnlich aus wie bei NiCd.
c) Bleiakkus (Pb)
Das beste Beispiel ist die Autobatterie, sechs Zellen in Reihe ergeben
12 V. Aber dieser Einsatz zeigt auch die Stärken und Schwächen
eines Bleiakkus: Maximal 30 % entladen und sofort wieder vollladen, ansonsten
schadet man dem Akku. Im Auto ist dies durch einen kurzen Anlassstrom
und die anschließende Fahrt gewährleistet. Aufgrund seiner
hohen Masse ist dieser Akkutyp eher schlecht für den Modellflug geeignet,
wird aber teilweise bei Schiffen eingesetzt. Im Gegensatz zu den bisherigen
Akkus wird eine Ladung hier durch eine maximale Ladespannung begrenzt,
ca. 2,3V pro Zelle.
d) Lithiumionen- (Liion) und Lithiumpolymerakkus (Lipoly)
Diese (neuen) Pausenbrote übertreffen selbst die NiMH in der Masse
bei gleicher Kapazität. Auch hier sind die Ströme begrenzt (Ladung
ca. 1 C, Entladung bis 20 C), aber die Technologie entwickelt sich ständig
weiter. Die heutigen Werte waren vor ca. einem Jahr undenkbar.
Da diese Akkus eine andere Nennspannung haben, werden sie im Verhältnis
3:1 zu den NiXX eingesetzt. Die Lithiumakkus reagieren recht sensibel
auf falsche Behandlung. Andere Akkus platzen/explodieren eventuell bei
einer falschen Behandlung, diese Li-Akkus brennen zusätzlich lichterloh
ab. Man sollte sie also, wie alle Akkus, sicher und mit Vorsicht handhaben.
Im Gegensatz zu den NiXX ist die Spannungslage hier nicht mehr konstant,
volle Lipolys haben 4,2 V (Liion 4,1 V) dies sinkt beim entladen auf 3,0
V (Liion ca. 2,6 V)
e) Lithiumeisenphosphatakkus (LiFePO4)
Wiederum eine Neuerung: Sie sind etwas schwerer als die Lipolys, dafür
aber durch einen Becher besser geschützt und besser verlötbar.
Diese Akkus werden von der Firma A123 produziert und kommen in Dewalt-Akkumaschinen,
evtl. auch bei Bosch vor. Die Zellen haben eine Kapazität von 2,3
Ah und einen Spannungsbereich von 2 V (leer) bis 3,6 V (voll). Nun wirds
interessant: Nach den Herstellerangaben können die Zellen mit 70
A dauerhaft und für 10 Sec. mit bis zu 120 A belastet werden. Damit
könnte man eine solche Zelle in 2 / 1,15 Minuten leersaugen.Auch
beim Laden kanns schnell gehen: Erlaubt sind 10 A, so dass die Zellen
nach ca 15 Minuten voll sind und die meisten Ladegeräte an ihre Grenzen
stoßen. Das Ladeverhalten ist ähnlich dem der Blei- und der
anderen Li-Akkus. Der große Vorteil dieser Akkus ist die abartige
Hochstromfähigkeit im Vergleich zu anderen Akkutypen.
4. Schaltungen
Die Grundlagen der Physik: Schaltet man die Zellen seriell in Reihe (plus
an den nächsten minus), addiert sich die Spannung, aber die Kapazität
bleibt gleich. Schaltet man sie parallel (Jeweils alle plus und alle minus
zusammen) addiert sich die Kapazität, aber die Spannung bleibt gleich.
Gerade im Lipoly-Bereich werden hier komplexe Gebilde gebaut, z.B. ein
3s2p Pack aus 2100 mAh Zellen. Dieser Pack hat nun 3 Zweierpäckchen
(parallel), die seriell verschaltet sind, eine Kapazität von 2*2100mAh=
4200 mAh und eine Nennspannung von 3*3,7 V= 11,1 V
5. Bau & Stecker
Es gibt bei den NiXX Zellen neben den ausgefallenen Varianten 2 bevorzugte
Bauweisen:
1. Die Zellen werden mit einer Hammerlötkolbenspitze direkt aneinander
gelötet, dazu werden die beiden Pole erst verzinnt, denn mit den
beiden Hammerseiten KURZ erhitzt und aufeinander gepresst. Hierbei ergeben
sich lange Stangen. Eine recht gute Hilfe ist bei Battman
zu finden.
2. Die Zellen werden stehend nebeneinander mit Verbindern verlötet.
Verbinder sind hier z.B. Kupferkabel / -blech oder ähnliches. Man
muss darauf achten, dass die Verbinder einen ausreichend großen
Querschnitt haben um auch den Strom leiten zu können.
Als grobe Richtlinie: 1 mm^2 Querschnitt pro 10 A
Anschließend werden die Stecker mit kurzem Kabel angelötet.
Es gibt verschiedene Steckerarten diese sind hier
auf der Seite von Gerd Giese schön verglichen. Man kann Männchen
und Weibchen für Plus und Minus vergeben, somit ist ein Verpolen
ausgeschlossen.
Schließlich wird der Akku noch mit Schrumpfschlauch umhüllt
und mit einem Heißluftföhn oder einer Herdplatte geschrumpft,
die Stecker genauso.
6. Ladetechnik
a) Formieren bei NiXX
Bei nagelneuen NiXX-Zellen ist ungewiss, ob sie alle gleichvoll sind.
Lädt man einen Pack nun, könnte folgendes passieren: Einigen
Zellen (die volleren) werden überladen, nehmen Schaden, die anderen
werden nicht richtig voll und werden bei der nächsten Entladung zu
tief entladen und werden auch beschädigt.
Es ist bekannt, dass diese Zellen eine Überladung mit 1/10 C ohne
Schaden aushalten. Also werden neue NiXX Zellen zunächst formiert,
indem sie mit 1/10 C 14 Stunden geladen werden. Rein rechnerisch ist nach
10 Stunden jede Zelle voll, mit 40 % mehr sind diese garantiert alle gleich
randvoll. Nun sind sie alle auf demselben Level und variieren nicht. Diese
Formierung sollte man in einigen Abständen und nach Lagerungen wiederholen,
um die Zellen aneinander anzugleichen und der unterschiedlichen Selbstentladung
der einzelnen Zellen entgegenzuwirken.
b) Schnellladung bei NiXX
Sind die Packs formiert können sie je nach den maximal erlaubten
Strömen schnellgeladen werden (bei nagelneuen Akkus empfiehlt es
sich, den Ladestrom in mehreren Stufen zu erhöhen). Hierbei ist es
wichtig, dass das Ladegerät das Ende des Ladevorgangs zuverlässig
erkennt. Mehr Ladestrom als 2C mach wenig Sinn, als Indiz sollte die Endtemperatur
dienen. Sie sollte nicht höher als 47°C sein beim Ladeschluss.
Ein hoher Ladestrom und hohe deltaPeak-Werte erhöhen die Temperatur
und verkürzen die Lebensdauer des Akkus. Als erster Richtwert wird
für Hochstromakkus ein Strom von 1,5 C empfohlen. Bei vielen Geräten
funktioniert diese Diagnose über das Deltapeakverfahren, näheres
siehe im nächsten Kapitel. Von Abschaltungen mit einer Zeit- oder
Kapazitätsvorgabe möchte ich dringend abraten, diese sind einfach
zu ungenau und die Akkus können beschädigt werden.
Bei neuen Akkus sollten die ersten Schnellladungen genau beobachtet werden,
um festzustellen, ob die Abschaltung zuverlässig funktioniert.
c) Deltapeakverfahren bei NiXX
Solange eine Zelle noch nicht vollgeladen ist, wird der Ladestrom in der
Zelle als Kapazität gespeichert. Hierbei erwärmt sich die Zelle
kaum, solange passende Ströme gewählt wurden. Wird diese Zelle
nun voll, so kann die Energie nicht mehr gespeichert werden und die Zelle
wird durch den Strom, der immer noch durch sie hindurchfließt erwärmt.
Die Leitfähigkeit der Zellen steigt aber mit der Temperatur, so dass
der Widerstand durch die Erwärmung sinkt. Dies äußert
sich für das Ladegerät in einer minimal absinkenden Ladespannung,
welche ansonsten während der Ladung immer gestiegen oder gleich geblieben
ist. Wird dies erkannt, schaltet das Ladegerät ab. Für die oben
erwähnten 1,5 C Ladestrom wird eine dP-Einstellung von ca. 0,5% (ca.
6mV) empfohlen. Ein höherer Ladestrom (= kürzere Ladezeit) sollte
einen niedrigeren dP-Wert und umgekehrt erhalten! Die Vorgabe von dP-Werten
ist aber bei Einsteigerladern selten möglich, hier wählt meistens
das Gerät selbstständig einen Wert aufgrund des angegebenen
Zelltyps.
d) Ladung von Li-Akkus/ Bleiakkus
Im Gegensatz zu den NiXX steigt die Zellspannung der Li-Akkus bei der
Ladung kontinuierlich an. Hier wird die Abschaltung an einer festen Abschaltspannung
festgemacht, ca. 4,2 V (Lipolys, 4,1 V Liions, 3,6 V LiFePO4). Zunächst
lädt das Ladegerät mit maximal erlaubtem Strom. Erreicht die
Ladespannung die 4,2 V, wird der Strom reduziert (Spannung fällt
etwas) und lädt wieder bis 4,2 V. So wird der Strom immer weiter
runtergefahren, bis der Akku auch beim kleinst möglichen Strom die
4,2 V hat, dann schaltet der Lader ab. Ähnlich funktioniert auch
die Ladung von Bleiakkus, nur mit anderen Spannungen (s.o.)
e) Driften von Lipolys & Balancer
Sind mehrere Lipolys seriell verschaltet, so addiert sich die Spannung.
Gehen wie von einem 3s1p-Pack aus, so hat dieser eine maximale Spannung
von 12,6 V. Werden die Zellen stark belastet, so kann es aufgrund von
Temperaturunterschieden passieren, dass die Zellen leicht unterschiedlich
entladen werden. Zusätzlich kann es zu unterschiedlichen Ladezuständen
aufgrund von Kapazitätstoleranzen kommen.
Dies können aber die meisten Lader nicht wahrnehmen, da sie nur die
Gesamtspannung messen. Wenn bei dem 3s-Pack nun 2 Zellen etwas leerer
sind, ist ihre Spannung auch etwas niedriger (Beispiel: je 0,1 V).
Da der Lader bis 12,6 V lädt, wird nun die dritte (vollere) Zelle
bis 4,4 V geladen und nimmt Schaden.
Als Abhilfe kann man die seriell verschalteten Zellen oder Packs (bei
mehr als 1p) jeweils nacheinander einzeln laden, hierzu muss man die Zwischenkontakte
am Akku abgreifen. Auf diese Weise kann der Fehler durch die Spannungssummierung
nicht geschehen. Leider kann man meist nicht alle Zellen parallel schalten,
weil sie ja noch seriell verlötet sind (--> Kurzschluss), so dass
die Ladedauer dieses Vorgangs größer ist. Dieses Verfahren
entspricht dem Formieren von NiXX-Akkus, alle Akkus werden wieder auf
denselben Ladezustand gebracht.
Eine andere Möglichkeit stellen Balancer dar. Wie der Name schon
sagt, gleichen diese die Zellen untereinander ab. Hierzu sind natürlich
auch getrennte Zuleitungen zu allen Polen notwendig (pro Zelle 2 Zuleitungen).
Der Anschluss kann sehr gut über Stiftleisten realisiert werden,
damit der Balancer auch beim Betrieb abgenommen werden kann. Der Balancer
überprüft nun während einer normalen Ladung durchgehend
die Einzelzellen auf ihre Spannung. Sollte eine Zelle die Maximalspannung
von 4,2 V überschreiten, so wird diese kurz über den Balancer
entladen, die Zelle gleicht sich den anderen an. Die Balancer sind aber
in ihren Entladefähigkeiten begrenzt. Kann ein Balancer als Beispiel
maximal 500 mA entladen, der Lader lädt den ganzen Pack aber noch
mit einem Ampere so wird die betreffende Zelle immer noch mit 500 mA überladen
und auch der Balancer kann durch Überhitzung beschädigt werden.
Neuere Konzepte, z.B. von Orbit, verfügen über einen Rückmeldungskontakt
zum Ladegerät, um diesem mitzuteilen, wie es um die Einzelzellen
bestellt ist, damit mittels des Ladestroms korrigierend eingegriffen werden
kann. Dadurch genügen sogar Balancer mit sehr kleiner Verlustleitung,
weil ja das Ladegerät korrigierend eingreift und nicht der Balancer,
der sonst den Ladestrom abführen müsste.
Soweit die ganz groben Grundlagen, die alleine aus Gründen
der Sicherheit und als Gesprächsgrundlage vorhanden sein müssen.
Nun kann man sich in die "Feinheiten" vorarbeiten.
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